INFOS ZUM THEMA ABLÖSUNG

«Das Geheimrezept ist für alle dasselbe - Einfühlungsvermögen, emotionale Begleitung und eine ermutigende Haltung.»

Für viele Kinder der erste Schritt in eine neue Welt: Bis dahin war es vor allem mit seiner persönlichen Entwicklung beschäftigt, lernte zu sprechen und zu laufen. Erst danach ist es soweit, sich auch auf soziale Lernprozesse einzulassen, also selbstständig und unabhängig seinen Platz in einer grösseren Gruppe zu finden, Vertrauen in eine neue Bezugsperson zu fassen und sich für eine kurze Zeit von Mami oder Papi zu lösen. Dieser Ablöseprozess ist für Kinder und Eltern nicht immer einfach zu bewältigen. Unsere Spielgruppe gewährt jedem Kind den Ablösungsprozess in seinem Tempo. Wir bieten ein Übungsfeld, das Loslassen von Mami oder Papi Schritt für Schritt zu lernen. Eltern dürfen so lange bei ihrem Kind bleiben, bis es für die Trennung bereit ist. Wir sehen es als unsere Aufgabe, mit den Kindern die Ablösung leicht zu gestalten. Darum einige Tipps, wie Sie Ihr Kind im Prozess der Ablösung unterstützen können:

· Das Kind frühzeitig auf den Spielgruppenbesuch vorbereiten. Oft vom Garten und den vielen Tieren erzählen, von den anderen Kindern und dem gemeinsamen Znüni-Essen, evt. Fotos auf der Homepage anschauen. Vielleicht ist es sinnvoll, den Garten vorgängig zusammen mit dem Kind zu Besuchen (offenes Gartentor im April, oder ein Termin zur Besichtigung abmachen). Die Haltung der Eltern spielt eine sehr grosse Rolle. Wenn die Eltern innerlich überzeugt sind, dass das Kind diese Trennung bzw. den Spielgruppenmorgen meistern kann und trauen ihm dies auch zu, wird die positive Einstellung (auch negative Einstellung) auf das Kind übertragen. Unsicherheiten der Eltern können Sie, indem Sie mit uns sprechen, aus dem Weg schaffen.

· Weint oder „täubelet“ das Kind beim Losgehen (aus Trauer, Wut oder Angst), wird es den Moment geben, wo das Kind den Leiterinnen übergeben wird. Ist diese Entscheidung für diesen Schritt gefallen, ist es wichtig, zielstrebig nach Hause zu gehen. Umso länger die Eltern das Kind probieren zu trösten umso schwieriger wird der Abschied für beide Seiten. In den allermeisten Fällen meistert das Kind seine Trauer schon nach einigen Minuten, und verbringt anschliessend einen schönen Morgen im Garten.

· Bitte dem Kind NIE sagen: „Cornelia ruft mich sonst an wenn es nicht geht.“ Kann die Situation noch schwieriger machen. Wenn das Kind sich nicht beruhigt rufen wir ganz sicher an! Schliesslich ist es unser Ziel, das jedes Kind sich in unserer Spielgruppe wohl fühlt und mit strahlenden und glücklichen Augen wieder nach Hause kommt. Wenn wir das Gefühl haben, dass sich das Kind im Garten nicht wohl fühlt oder die Ablösung zu früh stattfindet, werden wir die Eltern umgehend informieren. Noch ein Tipp für die Anfangsphase dem Kind ein Lieblingsspielzeug mitgeben, dass kann dem Kind sehr helfen.

 

· Was man nicht tun sollte: Abschleichen, wenn man den Eindruck hat, die Tochter oder der Sohn «spielt gerade so schön». Das wäre ein grober Vertrauensbruch. Ein richtiger Abschied muss sein. Auch wichtig: Das Kind sollte wissen, wann es wieder abgeholt wird («wenn der Zeiger der Uhr einmal rundherum ist») und erzählt bekommen, was Mami ohne es in der Zwischenzeit tut – das schafft Sicherheit.